Professionelle Vorträge 

Informieren statt verkaufen

Pexels, Andrea Piacquadio

Richtig gute Vorträge erlebt man bei professionellen Keynote Speakern. Kein Wunder, denn die verdienen damit ihr Geld. Bei vielen Vertriebsmitarbeitern und Beratern lassen die Präsentationen aber zu wünschen übrig. Sie sind häufig überladen, vollgepackt, langweilig und zu verkäuferisch. Das sind die Grundregeln für eine gute Präsentation.

  • Thema: Jeder Vortrag hat eine Überschrift, die möglichst ein aktuelles Thema behandelt und Neugier weckt. Ihr Plenum soll ja voll sein. In der Unterüberschrift (Subtitle) wird ein Nutzen für die Zuhörer beschrieben. Beispiel: Künstliche Intelligenz – Wie die Digitalisierung einfach und schnell gelingt. Oder: Unternehmen jetzt verkaufen – Wie Sie Bestpreise erzielen. 
  • In medias res: Verzichten Sie auf langatmige Vorstellungen Ihres Unternehmens. Punkten Sie, indem Sie direkt loslegen und wertvolle und spannende Informationen geben. 
  • Bilder statt Text: Vor allem bei vielen Beratern, die Vorträge neben ihrem hektischen Arbeitsalltag mal ebenso erledigen müssen, ist immer wieder zu beobachten, dass die Präsentation viel zu lang und zu textlastig ist. Sie dient dem Vortragenden eher als Spickzettel. Der Vortrag mutiert schnell zum Vorlesen und ermüdet. Verwenden Sie statt Text einfach passende Themenbilder mit Überschriften, die Ihren Vortrag strukturieren. Wenn Sie 60 Minuten Zeit haben, reichen maximal 20 Bilder.
  • Freie Rede: Entlang Ihrer Bilder sprechen Sie dann möglichst frei. Wenn Sie ein Thema beherrschen, dann können Sie das. Wer nicht sattelfest ist, der kann sich Stichworte auf dem Laptop einblenden lassen, die die Zuschauer nicht sehen.
  • Praxisbeispiele: Bringen Sie gute Beispiele aus Ihrem Arbeitsalltag, zur Not auch anonym. So können Sie Ihre Referenzen elegant in ein passendes thematisches Umfeld einbinden. Sie können auch Best Practices außerhalb Ihres Kundenkreises bringen. 
  • Zeitstruktur: Gestalten Sie Ihren Vortrag so, dass Sie die Zeit einhalten. Wenn zwischendurch Fragen kommen, dann müssen Sie zum Ende abkürzen können. Wenn Sie zu schnell sind und noch Zeit haben, dann helfen Puffer-Slides oder eine vorzeitige Plenumsdiskussion.
  • Call to Action: Beenden Sie Ihren Vortrag immer mit einer konkreten Aktion, die die Zuhörer aktivieren und Ihnen die Chance zur Lead-Generierung geben. Das können Visitenkarten oder nachträgliche Kontaktanfragen sein. Halten Sie ein gut gestaltetes Handout bereit, damit die Zuschauer was Nützliches mitnehmen können. Das kann auch eine einfache Visitenkarte mit einem QR-Code und Download-Link für Ihre Präsentation oder weiterführende Informationen sein.
  • Niederschwellige Angebote: Bieten Sie zum Schluss auch einfache Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit, z. B. kostenloses Erstgespräch oder preislich attraktive Checks.

Ach ja, selbstverständlich ist auch, dass die Technik funktioniert. Hierfür sollten Sie vorher rechtzeitig da sein und alles mit dem Veranstalter abstimmen.

copyright BPF Best Practice Forum GmbH

Best-Practice-Beispiele

18.01.2024

Klais Orgelbau, Bonn

Traditionelle Handwerkskunst

alle News