Gesundes Arbeiten im Homeoffice

Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen

© Pexels, Karolina Grabowska

Das Arbeiten im Homeoffice hat sich mittlerweile in der modernen Arbeitswelt etabliert. Neben den zahlreichen Vorteilen wie Flexibilität und eingesparte Fahrtzeiten bringt die Arbeit im Homeoffice auch Herausforderungen für die Gesundheit der Mitarbeiter mit sich. Um Fehlzeiten zu reduzieren, ist es wichtig, dass Unternehmen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter ergreifen.

Gesundheitliche Herausforderungen im Homeoffice

  • Bewegungsmangel: Der Hauptgrund für den Bewegungsmangel ist der fehlende Weg zur Arbeit. Auch die kurzen Wege im Büro und zur Kantine entfallen. Zu wenig Bewegung bringt eine Vielzahl von gesundheitlichen Risiken mit sich und führt schnell zu Verspannungen und Rückenschmerzen.  
  • Mangelhafte Ergonomie: Viele Arbeitsplätze sind nicht mit ergonomischen Stühlen und Schreibtischen ausgestattet und weisen eine unzureichende Beleuchtung auf. Dies kann langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.   
  • Fehlende Kontakte: Im Homeoffice fehlen die sozialen Kontakte und Meetings. Viele Mitarbeiter fühlen sich im Homeoffice einsam, besonders wenn sie allein leben.
  • Vermischung von Berufs- und Privatleben: Viele Mitarbeiter haben Schwierigkeiten, im Homeoffice eine klare Grenze zwischen Berufsleben und persönlichen Angelegenheiten zu ziehen. Die Gefahr von Burnouts steigt.  

Unternehmen können unterstützen

Die Arbeit im Homeoffice kann ohne betriebliche Gesundheitsförderung die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden und die Fehlzeiten erhöhen. Daher liegt es im Interesse aller Beteiligten, gesunde Arbeitsbedingungen im Homeoffice zu fördern.

  • Gesunder Arbeitsplatz: Unternehmen können ihren Mitarbeitern auch im Homeoffice ergonomische Stühle und Schreibtische zur Verfügung stellen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern.
  • Förderung von Bewegungspausen: Um zu langes Sitzen zu vermeiden, können Unternehmen Bewegungspausen fördern und beispielsweise ihren Mitarbeitern Zugänge zu Online-Fitnesskursen anbieten.
  • Trennung zwischen Beruf und Privatleben: Unternehmen können Arbeitszeiten vereinbaren, in denen die Mitarbeiter zu erreichen sind. Ebenso sind Kommunikationsregelungen sinnvoll, die klarstellen, dass Mitarbeiter nach Feierabend oder am Wochenende nicht auf Mails oder Anrufe reagieren müssen. So wird das Homeoffice nicht zum Officehome.
  • In Kontakt bleiben: Um sicherzustellen, dass Homeoffice nicht isoliert, empfiehlt es sich, öfter den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und persönliche Gespräche zu führen, anstatt nur Nachrichten zu senden. Der direkte Austausch fördert den Zusammenhalt. Zudem sollte ein regelmäßiger Informationsaustausch stattfinden, idealerweise auch gelegentliche Treffen vor Ort, damit sich kein Mitarbeiter isoliert fühlt und immer gut informiert ist.
  • Führung auf Distanz: Damit Mitarbeiter die Aufgaben erledigen können, müssen die Anforderungen und Ziele klar definiert sein. Regelmäßige Feed-Back-Gespräche sollten von Anfang an vereinbart werden, um die Erwartungen gegebenenfalls anzupassen.
  • Vertrauen schenken: Klare Regeln und Kontrollen sind wichtig. Allerdings sollten die Mitarbeiter nicht das Gefühl haben, dass sie überwacht werden. Vorgesetzte sollten ihre Mitarbeiter im Homeoffice beraten und betreuen.       

Gesundes Arbeiten im Homeoffice setzt zudem voraus, dass die digitalen Strukturen aufgebaut und auch von allen Beteiligten genutzt werden.

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